Entstehung von Prostatakrebs
Die Entstehung von Prostatakrebs ist weitgehend unbekannt. Während für viele Krebsarten bestimmte Ursachen, wie z.B. das Rauchen bei Lungenkrebs, bekannt sind, gibt es solche klaren Risikofaktoren für die Entstehung von Prostatakrebs nicht.
Testosteron
Früher war die verbreitete Annahme, dass es das männliche Geschlechtshormon Testosteron sei, das die Entstehung von Prostatakrebs auslöse. Diese Theorie der Entstehung von Prostatakrebs ist heute wissenschaftlich widerlegt. Neuere Untersuchungen der Entstehung eines Prostatakarzinoms konnten zeigen, dass die Testosteronkonzentration im Blut keinen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko für Prostatakrebs hat.
Richtig hingegen ist die Annahme, dass der Prostatakrebs Testosteron-abhängig wächst. Ist jemand also nicht an Prostatakrebs erkrankt, hat Testosteron keinen schädlichen Einfluss auf die Prostata. Ist hingegen bereits eine Entartung von Zellen der Prostata vorhanden, so sind bestimmte Testosteronspiegel schädlich, da sie das Wachstum der entarteten Zellen und somit die Entstehung eines Prostatakarzinoms beschleunigen.
Genetische Prädisposition
Bei Krebserkrankungen, die nun einmal allesamt aufgrund von bestimmten Veränderungen des Erbguts entstehen, gibt es so gut wie immer eine genetische Prädisposition die zur Entstehung führen kann. Gemeint ist damit eine angeborene Veränderung des Erbguts, die die Entstehung des Krebses begünstigt. Sie lässt den Krebs zudem häufig in einem jüngeren Alter entstehen als bei Menschen ohne genetische Prädisposition. In Bezug auf einen Prostatakrebs sind es Genveränderungen des 1. Chromosoms, die die Entstehung der Erkrankung begünstigen. Sind Vater oder Bruder an Prostatakrebs erkrankt, so ist das Risiko für die Entstehung eines Prostatakarzinoms zwei- bis dreimal so hoch wie für Personen, die keine Krankheitsfälle eines Prostatakarzinoms in der nahen Familie haben. Sind Vater und Bruder betroffen, so steigt das Risiko für die Bildung eines Prostatakarzinoms auf das Fünf- bis Zehnfache an. Auch ein wiederholtes Auftreten von Brustkrebs in der Familie steigert für männliche Nachfahren die Wahrscheinlichkeit, an Prostatakrebs zu erkranken. Das familiär gehäufte Auftreten von Prostatakrebs ist jedoch eher selten.
Das Alter
Ein steigendes Alter ist definitiv ein großer Risikofaktor für die Erkrankung an Prostatakrebs. Bei unter 40-Jährigen tritt diese Krankheit so gut wie nie auf. Dennoch konnten Untersuchungen zeigen, dass es schon in den Drüsen junger Männer mikroskopisch kleine Krebsherde gibt, die in einer Ruhephase, dem so genannten Latenzstadium, verharren. Lediglich bei einem Teil der Betroffenen verlassen die Zellen irgendwann dieses Stadium und entwickeln sich zu einem Prostatakarzinom, das als Krebserkrankung einer dringenden Behandlung bedarf.
Risikosenkende Maßnahmen
Es gibt ein paar Maßnahmen, mit denen jeder selbst sein Risiko, an einem Prostatakarzinom zu erkranken, senken kann. Diese Maßnahmen beziehen sich auf die Lebensweise – genauer die Ernährung, das Körpergewicht und die regelmäßige Bewegung. Wer sich gesund und vitaminreich, also mit viel Obst und Gemüse ernährt und zudem möglichst wenig tierische Fette zu sich nimmt, der senkt sein Risiko, der Entstehung von Prostatakrebs. Ein normales Körpergewicht und regelmäßige Bewegung leisten ebenfalls ihren Beitrag zu einer hoffentlich krebsfreien Zukunft.
Lydia Köper
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